1 Jahr Bielefeld United

Am Anfang stand die Idee dreier ehemaliger Fußballprofis. Karsten Bremke, Uwe Fuchs und Benjamin Lense verspürten den Wunsch, sozial benachteiligten jungen Menschen zu helfen. Gesagt, getan: Ende 2015 machten sie in Flüchtlingsunterkünften Aushänge in englischer und arabischer Sprache und luden die Bewohner zum Fußballtraining ein.

Von Woche zu Woche kamen mehr junge Erwachsene ins Sportland Dornberg, um an den Fußballtrainings mit den Ex-Profis teilzunehmen. Dank der Unterstützung von Detlef Kemena und Manfred Steinert, zweier weiterer ehemaliger Arminen, ergab sich zudem die Möglichkeit, neben den Trainingsstunden Deutschunterricht anzubieten.

Aus dieser Gruppe entstand sich im Zuge der Gründung des Vereins Bielefeld United das Projekt „Spielmacher“. Auf dem Programm stehen neben Fußball und Deutschunterricht regelmäßig auch Teambuilding-Maßnahmen.

Die Entwicklung verlief auch nach dem offiziellen Anstoß von Bielefeld United im April 2016 weiter rasant: Aus der Gruppe von acht Kindern und Jugendlichen, die zu einem Osterferiencamp erschienen, wurde im Verlauf des Jahres das Projekt „Doppelpass“ für 13- bis 17-Jährige. Die Zahl der Teilnehmenden ist seitdem – auch dank zunehmender Kooperationen mit Schulen – kontinuierlich angewachsen.

So waren es schon 24 Kinder und Jugendliche, die im Sommer mit dem „Doppelpass“ zu einem Sommercamp in Norddeutschland aufbrachen. Ihre Unterkunft war die Jugendherberge in Bad Segeberg. Von dort ging es zu den Karl-Mai-Festspielen und an die Ostsee, zudem unternahm die Gruppe dank der guten Beziehungen zu Bruno Labbadia, dem damaligen Trainer des Hamburger SV, einen Ausflug zu einem Testspiel des HSV und besichtigte das Volksparkstadion – für die fußballbegeisterten Kinder und Jugendlichen ein echtes Highlight.

Im September entstand das „Willkommensbündnis für Bielefeld“, in dem Bielefeld United mit dem DSC Arminia und dem Fan-Projekt kooperiert. Finanzielle Unterstützung kommt von der Bundesliga-Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Die Vernetzung ermöglicht neben einer größeren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit gemeinsame Aktivitäten. Etwa Besuche in der Schüco-Arena. Anlässlich von Spielen des DSC Arminia genauso wie von Kursen der Stadionschule, die beispielsweise Anti-Gewalt Trainings, Zivilcourage oder Programme gegen Homophobie sowie freizeit- und erlebnispädagogische Themen anbietet.

Eingeladen sind auch hierzu nicht nur junge Geflüchtete, sondern auch benachteiligte Bielefelder Jugendliche. Den Auftakt des Bündnisses bildete ein Herbstcamp im Oktober, unter anderem mit Sprach- und Fußballtraining sowie einer Fahrt zum Auswärtsspiel des DSC Arminia bei Fortuna Düsseldorf.

Am Ende des erfolgreichen ersten Jahres ging Bielefeld United schließlich eine Kooperation mit der Universität Bielefeld und dem Stadtsportbund Bielefeld ein. So begleiten Wissenschaftler des Arbeitsbereichs „Sport und Erziehung“ Bielefeld United nun in dem Forschungsprojekt „Integration durch Sport“.

Auch dies ist ein Meilenstein für den Verein. Ein Meilenstein, der zugleich verdeutlicht, wie sehr der Wunsch der Ex-Profis inzwischen wahr geworden und mit Leben gefüllt ist.

Vielen Dank für die tolle Unterstützung und das positive Feedback.

Wir freuen uns schon jetzt über den großen Anklang den „Anstoss“ gefunden hat und möchten daher schon vorab für alle Interessierten an dieser Stelle den Flyer zu unserem Club der Förderer veröffentlichen.

Bielefeld United wird erforscht

In Bielefeld gestaltet das kürzlich vorgestellte Willkommensbündnis bestehend aus Bielefeld United, dem Fan-Projekt Bielefeld und dem DSC Arminia Bielefeld im Rahmen von „Willkommen im Fußball“ vielfältige Angebote für Jugendliche, die sich jeweils um Fußball & Bildung drehen.

Im Rahmen des Bündnisses wird nun eine weitere Kooperationsvereinbarung mit der Universität Bielefeld und dem Stadtsportbund Bielefeld geschlossen.

Ziel ist es die Expertise, der jeweilige Partner bestmöglich zu nutzen und Forschung sowie aktives und direktes Handeln vor Ort zusammenzubringen. Bielefeld United hat das Projekt „Doppelpass 1“  an der Universität Bielefeld ansiedeln können und profitiert somit unmittelbar von der Kooperation.

Von den schon bestehenden Kooperationen der jeweiligen Partner im Rahmen der Programme „Arminia-Campus“ des DSC Arminia Bielefelds und der Universität Bielefeld  und „Das habe ich beim Sport gelernt“ des Landessportbundes und der Universität Bielefeld umrahmt, wird die Kooperation zum einen für Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Bielefeld  Möglichkeiten bieten die Arbeit und den Forschungsbereich „Integration durch Sport“ zu erschließen und zum anderen jungen benachteiligten Bielefeldern,  im Besonderen Mädchen, Angebote schaffen ihre sozialen und persönlichen Kompetenzen über Fußball als Basis weiter zu entwickeln. Darüber hinaus soll die wissenschaftliche Weiterentwicklung des Konzeptes Bielefeld United u.a. auch im Rahmen des Willkommensbündnisse im Fokus stehen.

Initiative für Beschäftigung OWL e. V. und Bielefeld United e. V. vereinbaren Kooperation

Bei Bielefeld United e. V. dreht sich alles um Bildung, Sport und Soziales. Der junge Verein wurde im Januar 2016 von den drei ehemaligen Fußballprofis und Arminen Uwe Fuchs, Karsten Bremke und Benjamin Lense ins Leben gerufen. Mit der Integration durch Sport und Bildung wird das Ziel verfolgt, geflüchtete sowie schon lange in Deutschland lebende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zusammenzubringen, langfristig zu fördern und in die Gesellschaft zu integrieren.

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Aktuell gibt es für insgesamt 50 Teilnehmer zwei regelmäßig stattfindende und langfristig angelegte Projekte, da Bildungs- und Arbeitsmarktanbindung eine der Schlüsselfaktoren für eine gelungene Integration ist.

In den Projekten „Doppelpass“ und „Spielmacher“ verbindet Bielefeld United e. V. Bildung, Sport und soziale Beratung. Die Teilnehmer werden auch bei der Suche nach Praktika- und Arbeitsstellen unterstützt und erhalten dauerhaft Hilfe und Unterstützung bei ihrem Weg in die Arbeitswelt.

Die Initiative für Beschäftigung OWL e. V. (IfB OWL) setzt sich seit 1998 für den Beschäftigungsstandort OWL ein. Handlungsleitend ist dabei, Ideen, Konzepte und Instrumente zur Fachkräftegewinnung und -bindung zu entwickeln, um Beschäftigung in der Region OWL zu fördern. Dieses Ziel wird in verschiedenen Arbeitsschwerpunkten, wie beispielsweise „Übergänge gestalten – Schule, Hochschule und Wirtschaft in OWL vernetzen“ oder „Vielfalt managen – Arbeitsmarktintegration in OWL ermöglichen“, verfolgt.

Durch die Kooperation mit der IfB OWL ist es der Bielefeld United e. V. möglich, auf ein großes sowie gut funktionierendes Netzwerk von Institutionen, Unternehmen sowie professionell arbeitenden Akteuren zurückzugreifen.

Im Zuge der Kooperation stellt die IfB OWL ihre Räumlichkeiten in der Geschäftsstelle in Bielefeld zur Verfügung, diese werden von der Bielefeld United e. V. sowohl für administrative Aufgaben als auch als Anlaufstelle für soziale Beratung der Teilnehmer genutzt. Darüber hinaus steht die IfB OWL Bielefeld United e. V. als beratender Ansprechpartner bei Integrationsfragen hilfreich zur Seite und unterstützt dadurch den Verein und das Projekt.

Herbstcamp im Zeichen von Fußball und Integration

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In der zweiten Hälfte der Herbstferien war es wieder so weit: Eine Woche Fußballcamp!
Das Programm für die insgesamt 25 Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 17 sah fünf ereignisreiche und abwechslungsreiche Tage mit zahlreichen Highlights vor. Los ging es am Montag mit einer Besichtigung der SchücoArena und einem Besuch der dortigen Stadionschule. Detlev Dammeier, ehemaliger Armine schaute vorbei und berichtete über die notwendigen Voraussetzungen für eine Profikarriere. Tags darauf folgte dem ehemaligen Arminen mit Wolfgang Hesl ein aktueller Profi der Blauen, der die Camp-Teilnehmer mit seinem offenen und sympathischen Auftritt begeisterte. Diverse Fußball-Einheiten, Sprachkurse, ein Basketballtraining mit  Trainern vom TSVE Bielefeld und ein gemeinsamer Grill-Abend ließen die Woche wie im Flug vergehen, bevor am Freitag zusammen mit dem Fan-Projekt Bielefeld und weiteren 25 Kindern ein Ausflug zum Arminia-Auswärtsspiel nach Düsseldorf mit Besichtigung des WDR-Landesstudios das Camp spektakulär beendete.

Das Camp war für alle Beteiligten ein voller Erfolg.

Integration durch Fußball: Willkommensbündnis in Bielefeld gegründet

„Willkommen im Fußball“ – der DSC Arminia Bielefeld sowie das Fan-Projekt Bielefeld und der Verein „Bielefeld United“ schaffen gemeinsam neue Möglichkeiten für junge Geflüchtete und junge Bielefelder im Alter von 12 bis 27 Jahre, über einen einfachen Zugang zu Sport und Sprache am gesellschaftlichen Miteinander teil zu haben.

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Als Partner des neu gegründeten „Willkommensbündnis Bielefeld“ werden Arminia, das Fan-Projekt und Bielefeld United finanziell von der Bundesliga-Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration  unterstützt, die das Programm „Willkommen im Fußball“  der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung fördern.

In Bielefeld gestaltet das Willkommensbündnis im Rahmen von „Willkommen im Fußball“ vielfältige Angebote für Jugendliche. Hier profitieren die Partner von der Vernetzung ihrer jeweiligen Expertise, die sie einschließlich ihrer Erfahrungen aus der Durchführung ihrer bisherigen Projekte in das Bündnis einbringen. So werden gemeinsam Fußballtrainings, interaktive Sprachkurse oder berufsorientierende Seminare angeboten. Auch Freizeitangebote wie etwa der Besuch von Heim- und Auswärtsspielen des DSC Arminia werden geschaffen. Ein spezifisches Merkmal dieses Bielefelder Bündnisses ist es, dass sich jene Angebote nicht nur an junge Geflüchtete, sondern auch an benachteiligte Bielefelder Jugendliche richten.

Los geht’s bereits am 17. Oktober mit einem Herbstcamp an der Laborschule Bielefeld. Das einwöchige Camp beinhaltet neben Sprach- und Fußballtraining auch einen Besuch der Stadionschule sowie eine gemeinsame Fahrt zum Auswärtsspiel des DSC Arminia bei Fortuna Düsseldorf. Interessierte im Alter von 12 bis 17 Jahre können sich unter kontakt@bielefeld-united.de oder unter 0172 7237317 anmelden.

Unser Feriencamp in Hamburg

Zuverlässigkeit und Einsatz für das Team zahlt sich eben aus, das wissen die Jungs vom Fußball-Integrationsprojekt „Doppelpass“ spätestens seit dieser Woche: Für ihr regelmäßige Teilnahme am Training und dem dazugehörigen Sprachunterricht durften 20 von ihnen jetzt drei Tage im hohen Norden verbringen, um ein Freundschaftsspiel des Hamburger SV zu sehen – und sogar HSV-Trainer Bruno Labbadia höchst persönlich treffen.

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Der Ex-Armine ist ein guter Freund von Uwe Fuchs, ebenfalls ein ehemaliger DSC-Kicker und Mitbegründer vom Verein „Bielefeld United“. Seit einem halben Jahr setzt sich United für die Integration von jungen Geflüchteten und für benachteiligten Kinder der Stadt ein, unter anderem durch das „Doppelpass“. „In einer Zeit, in der jeder nur durch das Leben huscht, ist es unsere Pflicht, einem Verein wie Bielefeld United zu helfen“, sagte Bruno Labbadia. Gesagt, getan: Die Einnahmen des Freundschaftsspiels, immerhin 5000 Euro, fließen direkt ins Projekt. Den Scheck durfte Karsten Bremke stellvertretend für den Verein entgegennehmen.

„Die Jungs haben in den drei Tage unheimlich viel darüber gelernt, wie das Leben in Deutschland funktioniert“, erklärte Janine Leifert, Koordinatorin von Bielefeld United. Denn schließlich haben die Doppelpass-Teilnehmer nicht nur die HSV-Kicker getroffen, sondern auch die Hansestadt von ihrer besten Seite erlebt: Das Stadion, das dazugehörige Museum und natürlich der Hafen. Minigolfen stand ebenso auf dem Plan wie ein echtes, nordisches Mittagessen mit Fisch. Den Tag nach dem Testspiel nutzten die Nachwuchskicker außerdem für einen Ausflug an die Ostsee. Auch wenn der Sprung ins kalte Wasser etwas Überwindung gekostet hat, kam zum Abschluss der Tour noch einmal Urlaubsstimmung auf.

Die Hamburg-Fahrt fand in Kooperation mit dem Verein Tabula im Rahmen der Ferienschule statt, die Johanniter übernahmen den Transport mit dem Bulli. Am Donnerstag und Freitag wurde die Fahrt nach Hamburg in den Räumlichkeiten der Laborschule im Sprachunterricht nachbereitet und natürlich auch noch viel gekickt. Seit den Osterferien finden im Rahmen des Doppelpass-Projektes regelmäßig Trainingseinheiten für benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Bielefeld sowie junge Geflüchtete statt. Daneben gibt es noch das Projekt „Spielmacher “ in dem junge, aber nicht mehr schulpfichtige Erwachsene nicht nur Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Leistungsbereitschaft lernen sollen – nicht nur im Fußball wichtige Eigenschaften. Auch hier steht neben dem sportlichen Aspekt das Erlernen der deutschen Sprache im Fokus.

Teamwork mit Tabula

Unser Kooperationspartner „Tabula Bielefeld“ hat ein Ziel – „Alle Kinder mitnehmen!“ Deshalb kam Henner Husemann, stellvertretender Vorsitzender von Tabula, auf „Bielefeld United“ zu und schlug vor, die von „Tabula“ veranstaltete Ferienschule mit unserem Projekt „Doppelpass“ zu verknüpfen – und wir konnten uns keinen besseren Start für das Projekt vorstellen!

So kam unserem „Doppelpass Ostercamp“ eine Spende von 1000 Euro zugute, mit der den Jugendlichen einiges möglich gemacht werden konnte. Außerdem beteiligten sich mehrere Lehrer von „Tabula“ an unserem Fußballcamp, denn auch unsere Doppelpass-Teilnehmer sind bereits Mitglied der Bildungsinitiative.

Bildschirmfoto 2016-06-08 um 15.06.25Fotografien: Barbara Proschak für Tabula e.V.

Das Wort „Tabula“, das auf lateinisch „Tafel“ bedeutet, bietet um ihren Bildungstisch genug Platz für ein buntes Angebot für Kinder und Jugendliche. Dabei helfen pensionierte Lehrer, Lehramtsstudenten der Uni Bielefeld und Ehrenamtliche, um gemeinsam Sorge für die Bildungsvielfalt in Bielefeld zu tragen. Doch im Gegensatz zu einem klassischen Nachhilfe-Angebot, gibt es hier auch regelmäßige Ausflüge in die Praxis. Es wird musiziert, experimentiert und unsere Umwelt erkundet. Ob Lesepatenschaft, Lernbegleitung oder Ferienangebot – immer werden verschiedene Generationen zusammengebracht, um das gemeinsame Ziel zu verfolgen: Menschen vereinen und Bildung weitergeben. An der Tafel von „Tabula“ wird also geradezu festlich aufgetischt, um den Bildungshunger in Bielefeld zu stillen.

Neugierig geworden? Hier geht es zur Homepage von Tabula: http://www.tabula-bielefeld.de/

Ein Tag im Fußball Ostercamp

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Dass die Türöffner-Funktion des Fußballs nicht zu leugnen ist, hat unser Ostercamp vergangene Woche bewiesen. 16 Jungs, Schüler der Brodhagenschule und jugendliche Geflüchtete, lernten und kickten hier gemeinsam. Das Camp war der Auftakt für das Tandem-Projekt ›Doppelpass‹, welches von jetzt an jeden Samstag stattfindet.

Wir starten Donnerstag morgen mit dem Deutschunterricht. Erste Aufgabe ist es, ein Spielerprofil anzulegen. Neben den üblichen Punkten eines Steckbriefes können die Schüler hier, wie auch die Profis, ihre Position und (Wunsch)Rückennummer eintragen. Als Vorbild dient das Profil Stephan Salgers, das groß auf der Leinwand angezeigt wird warum, wird noch nicht verraten. Doch als es dann darum geht, Fragen an den Profi-Fußballer vorzubereiten, wird es langsam mehr als verdächtig und man kann hören, wie die Schüler aufgeregt anfangen ihre Köpfe zusammenzustecken. Es dauert nicht mehr lange bis die vage Vermutung dann auch bestätigt wird: Stephan Salger, Spieler des DSC Arminia Bielefeld, wird nachmittags vorbeikommen, um den Jungs Rede und Antwort zu stehen.

Als ob das nicht Überraschung genug wäre: Um den Unterricht ausklingen zu lassen, gucken wir Videos von Uwe Fuchs, wie er vor 20 Jahren Tore für Middlesbrough schießt. Während die Blicke der Gruppe am Bildschirm gefesselt sind, schleicht sich Uwe klammheimlich ins Klassenzimmer. Plötzlich wechseln ungläubige Blicke zwischen Bildschirm und Uwe hin und her.

Die Motivation mit einem echten Profi zu trainieren, kann man leicht an der Zeit messen, die zum Umziehen gebraucht wird. Schätzungsweise knappe zwei Minuten. Als dann die Bälle aus dem Netz gelassen werden, kann es endlich losgehen. Zwischendurch müssen die Jungs jedoch auch mal gebremst werden: „Wer quasselt, fliegt raus!“ lautet die deutliche Ansage von Uwe „Und das gilt auch für Lehrer und Zuschauer!“. Denn in der Halle geht es nicht nur um die körperliche Fitness, sondern ebenso um das Einhalten von Gruppenregeln, dem Respekt vor dem Gegenüber und dem emotionalen Umgang von Erfolg und Misserfolg. Dazu herrschen klare Regeln, die für alle gelten.

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Nach dem Üben von kurzen Pässen werden fleißig Kopfbälle geübt. Beim Eins gegen Eins geht es ebenfalls heiß her, doch spätestens beim Zwischenstopp „Liegestütz“ kommt auch der Letzte ins Schwitzen.

Während die Jungs sich umziehen, erreicht unser Gast das Schulgelände. Jetzt kann die Fragerunde losgehen: „Wie viele rote Karten hast du schon kassiert?“ fragt ein Teilnehmer. Salger antwortet schnell: „Eine!“ und ergänzt noch schneller „Aber die war dumm!“. Auch er weiß um die Wichtigkeit des Charakters, wenn man es im Fußball weit bringen will.

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Nach einer kleinen Stärkung geht es auf die Alm, wo wir schon vom Stadionguide erwartet werden. Die Kirsche auf der Sahnehaube des heutigen Tages – etwa 90 Minuten bekommen wir in das Einblick, was dem normalen Fan und Besucher sonst verborgen bleibt. Wer wusste schon, dass es in der Arminia-Kabine einen Whirlpool gibt?

Am späten Nachmittag, als wir die Schüco-Arena verlassen, blicken wir gemeinsam erschöpft auf einen anstrengenden, aber mindestens doppelt so tollen Tag zurück. Es bleibt bis hierher nur zu sagen: Auf einen gelungenen Start und viele weitere spannende Erlebnisse beim Projekt ›Doppelpass‹ in Bielefeld!

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